Deutschland

Liedermacher Yann Song King mit "Kleidungstipps zur Musterung"

Wie man sich bei der Musterung präsentiert, wenn man nicht zur Bundeswehr möchte, erklärt der Musiker Yann Song King in seinem aktuellen Lied "Kleidertipps zur Musterung." In der dritten Strophe gibt er noch den Zusatz-Tipp, zu erwähnen: "Du findest Röper, Lipp und RT Deutsch nicht schlecht."
Liedermacher Yann Song King mit "Kleidungstipps zur Musterung"© Urheberrechtlich geschützt

Von Felicitas Rabe

Der sächsische Liedermacher Yann Song King bezeichnet sich selbst als Spezialist für gewaltfreie Gassenhauer und Musik, die man besonders gut beim Spazierengehen hören könne. Wer sich mit der satirischen Liederkunst des Künstlers vertraut machen, und in diesen Zeiten auch mal wieder richtig lachen möchte, dem sei das Anhören seines neuen Werkes ans Herz gelegt. 

In dieser Komposition setzt sich der Musiker mit der Prüfung zur Wehrtauglichkeit auseinander. Genauer gesagt, handelt es sich bei dem neuen Lied "Kleidertipps zur Musterung" um Empfehlungen für Kandidaten, die womöglich lieber keine Tauglichkeit attestiert bekommen möchten. Im April wurde der Song auf dem Youtube-Kanal von Yann Song King veröffentlicht. Auf jeden Fall dürfe man "nicht zu locker rangehen" an die Eignungsprüfung der Bundeswehr, heißt es in der ersten Strophe:

"Wenn Du zu locker rangehst, dann ham die Dich am Arsch, und setzen bei Gelegenheit Dich irgendwann in Marsch!"

Und so sei es von vorneherein ganz wichtig, sich ein paar Gedanken über die eigene Präsentation zu machen. Insbesondere spiele es eine nicht unwesentliche Rolle, in welchem Outfit man vor der Kommission erscheine. Diesbezüglich schlägt der Sänger vor:

"Das Ausseh'n ist ganz wichtig und deswegen habe ich,
für einen Musterungstermin
schon mal was rausgesucht für Dich:
die Stöckelschuh' von Muttern und ihre Nylonstrümpfe,
ein AfD-Anstecker, ein T-Shirt 'Ungeimpfter',
dicke Russen-Schapka und ein Pali-Tuch noch um,
und fertig ist das Outfit für Deine Musterung!"

Des Weiteren soll man die eigenen Ernährungsgewohnheiten betonen – vegan, laktoseintolerant – und als Klimaretter nach Elektropanzern fragen, führt der Künstler in der nächsten Strophe aus. Und um der Geschlechtergerechtigkeit Genüge zu tun, bräuchte man eine mobile Unisexgender-Toilette, soll man bei der Musterung anmerken.

Man dürfe zudem daran erinnern, dass "Volk und Heimat" in diesen Zeiten ohnehin nicht mehr verteidigungswürdig seien – es handele sich dabei schließlich um rechte Hassbegriffe. Falls das alles noch nicht zur Untauglichkeit verhelfe, dann bliebe noch Plan B: die Wertschätzung von solchen Journalisten und Medien, die keine Russophobie verbreiteten. Ein paar Beispiele für solche Medien schlägt Yann Song King prompt in der dritten Strophe vor:

"Falls die vegane Klimatransen in ihrer Buntarmee
als Drohnenpilot trotzdem nehmen,
dann hätt' ich noch Plan B:
Du outest dich als großer Fan von Sahra Wagenknecht, und sagst: 'Du findest Röper, Lipp und RT Deutsch nicht schlecht!'"

Der Musiker betreibt den Telegram-Kanal Yann Song King und veröffentlicht seine Gedanken auf seinem Blog https://www.yannsongking.de/blog/

Mehr zum Thema – Auf einmal dem Vaterland verpflichtet? Jugend glaubt die Wehrdienstgründe nicht

RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.